Amazon-Dash-Button – Der eCommerce-Button für das Internet der Dinge?
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Amazon-Dash-Button – Der eCommerce-Button für das Internet der Dinge?

Erst dachten alle, es sei ein Aprilscherz. Nachdem Amazon aber bereits vor einem Jahr den “Dash-Stick” vorgestellt hat, lag die Vermutung nahe, dass es nur ein schlechter Zeitpunkt für den Produktlounch war.

Der Anfang war der Amazon “Dash-Stick”!

Amazon-dash-stick

Ein Barcode-Scanner inklusive Spracherkennung, der das Einkaufen erleichtern soll. Die Idee ist nicht neu, aber eine große Chance. Der Stick ist mit Amazon Fresh verbunden und jedes Produkt kann via Barcode-Scanner einfach eingelesen und in den Warenkorb gelegt werden. Siehe Video:

 Jetzt kommt der Amazon Dash Button!

Handelsketten und Hersteller müssen mitmachen – oder schnell aufholen.

Amazon ist der Vorreiter und treibt mit “Speed” das Internet der Dinge in die privaten Haushalte. Viele Handelsketten und Hersteller von FMCG-Gütern werden sich vermutlich schon in kurzer Zeit wünschen, dass der Dash Button ein Aprilscherz geblieben wäre. Wenn man die Internetauftritte der großen Handelsketten und FMCG-Hersteller durchsieht, erlebt man eher, wie viele sich abmühen, eigene Webshops aufzusetzen oder diese benutzerfreundlich zu gestalten.
Dabei wissen diese Anbieter wahrscheinlich nicht, auf welches Thema Sie sich stürzen sollen und führen sich im Buzzword-Jungel verloren:

  • “One-Click-Order”-Strategien
  • “Internet der Dinge” / “Internet of Things”
  • Same-Day-Delivery
  • Collectibility of devices and customers
  • Online Lebensmittel-Shopping
  • Food-Commerce
  •  usw …

Während die großen Marken noch über ihre Webshops nachdenken und versuchen, ihre Strukturen zu verschlanken um im “War for Talents” ein paar Online-Marketiers und eCommerce-Profis abzubekommen, sorgt das Internet der Dinge dafür, dass die Verbraucher ihren Einkauf schneller abwickeln, als sie über Shopping oder Webshop nachdenken können.

Der deutsche Einzelhandel sollte schnell aufwachen und Amazon nicht das Feld überlassen!

Bestes Beispiel ist hier wirklich der Amazon Dash Button: Mit dem internetfähigen Dash Button können Amazon-Prime-Kunden mit einem Klick vordefinierte Produkte online bestellen und, meistens nicht später als zwei Tage, erhalten sie ihre Haushaltswaren per Paket nach Hause geliefert.

Ähnliche Meinungen haben hier auch: 
Kassenzone.de Blogger Alexander Graf -> Das Button Ökosystem
I
nternet World Business – Daniela Zimmer -> Internet der Dinge: Amazon geht neue Wege

Wie geht es weiter mit Amazons Internet der Dinge?

Nahe liegende Szenarien/Entwicklungen sind die folgenden:

  1. Amazon wird Hardware mit integrierter Dash Button-Technologie mit ausgewählten Herstellern auf den Markt bringen.
  2. Erst nur für Prime-Mitglieder verfügbar und nachdem das ganze massentauglich ist ausrollen.
  3. Die FMCG-Hersteller werden wahrscheinlich die Kosten tragen, da sie selber nicht in der Lage sind, zu entwickeln und die Abhängigkeit zu Amazon wird größer.
  4. Die Daten über die Bestellhäufigkeiten und Abstände von Bestellungen sind sehr wertvoll und entgehen dem Handel und den Herstellern, um ihrem Konzept für den optimalen Service als eines der verbleibenden Mehrwert-Merkmale Nutzen zu stiften.

The next Step: Dash Amazon Replenishment

Amazon bleibt nicht stehen und experimentiert weiter in Sachen Internet der Dinge. Während Google die Wohnzimmer und Telefone vernetzt, hat es Amazon auf die Handelsgüter abgesehen. Der Amazon Dash-Stick, der Amazon Echo Lautsprecher zum Bestellen und der Amazon Dash-Replenishment-Service lassen auch diverse Gerätehersteller hochschrecken.

Dash Amazon Replenishment
Amazon baut gemeinsam mit Elektronikherstellern wie Whirlpool, Brita, Brother oder Quirky ­daran, die ersten Internet-fähigen Waschmaschinen, Wasserfilter, Drucker und Kaffeemaschinen zu entwickeln, die erkennen, wann das Waschpulver oder die Druckerpatrone zur Neige gehen und die Produkte dann automatisch nachordern. Die eigene Bequemlichkeit von uns allen sagt uns doch jetzt schon, dass wir es nutzen werden …

Wie lange ist es noch zeitgemäß, riesige Summen in Regalmeter und “Gondelkopfplatzierungen” zu investieren, wenn der Verbraucher bald selbst gar nicht mehr die Entscheidungen trifft?

Und was passiert, wenn Amazons “Whitelabel”-Produkte die Markenprodukte bei automatischen Wiederbestellungen ablösen?

Ergänzende gute Erklärung der Computerwoche: Was ist das Internet der Dinge?

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